FACHGERECHTE SCHIMMELPILZSANIERUNG:

Nach der Feststellung der Schimmel-Ursachen müssen zuerst die vorhandenen Schimmelpilzschäden fachgerecht beseitigt werden. Im baupraktischen Alltag ist zu beobachten, dass hiermit zumeist nicht sachkundige Betriebe beauftragt werden, wodurch nicht selten die gesundheitsschädlichen Sporen weiter verbreitet werden (z.B. durch ungeeignete Maßnahmen mit hoher Staubentwicklung).

Chemische Mittel helfen nicht gegen die Hauptursache Feuchtigkeit und können daher nur ein temporäres pilzwidriges Milieu schaffen – nicht selten mit erheblichen gesundheitlichen Nebenwirkungen für die Bewohner! Schimmelpilz entfernen sollten nur zertifizierte, geprüfte Sachverständige und Firmen.

Ein Schimmelpilzbefall von mehr als 0,5 qm sollte daher nach den Richtlinien des Umweltbundesamtes bzw. Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg nur von sachkundigen Betrieben vorgenommen werden. Die Bau-Berufsgenossenschaft fordert bei der Beseitigung eines Schimmelpilzbefalls umfangreiche Schutzmaßnahmen und die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung für die Mitarbeiter, da diese bei der Sanierung einer bis zu 1.000fachen Sporenkonzentration ausgesetzt sind.

Eine fachgerechte Schimmelpilzsanierung muss keineswegs viel teurer sein als eine Fehlerhafte. Oberste Prämisse ist, einer Verbreitung der Sporen entgegenzuwirken. Entsprechend sollten Ratsuchende bis zur fachgerechten Sanierung den Befall mit einer Folie abkleben, um einen weiteren Sporenflug zu unterbinden. Profitieren Sie von der Sachkenntnis der Fachfirmen, wenn Sie Schimmelpilz bekämpfen und beseitigen wollen.



Die Schimmelpilzproblematik in Wohnungen hat in den vergangenen 25 Jahren drastisch zugenommen. Anstelle gesicherter wissenschaftlicher und bauphysikalischer Erkenntnisse wird die Diskussion über Schimmelpilze häufig zwischen den Extremen Verharmlosung und Panikmache geführt. Hinzu treten nicht selten wirtschaftliche Interessen kommerzieller Produktanbieter. Zur umfassenden Aufklärung der Ursachen bedarf es daher neutraler, sachkundiger Fachleute, die auf der Basis neuester Erkenntnis die Schadensursachen analysieren und somit eine dauerhafte Schadensfreiheit garantieren können. Eine ebenso große Bedeutung hat die fachgerechte Schimmelpilzbeseitigung, damit Folgeschäden verhindert werden.

Wichtigste Ursache für einen Schimmelpilzbefall ist eine andauernde hohe Feuchte auf dem Bauteil.

Diese kann jedoch höchst unterschiedliche Gründe haben:


Wasserschäden von Außen (Fassade, Fallrohre, Abdichtungen im Erdreich)
Wasserschäden von Innen (Rohrbrüche, Leckagen, aufsteigende Feuchte etc.)
Innenraumkondensation im Winter (aufgrund unzureichender Wärmedämmung)
Innenraumkondensation im Sommer (aufgrund falscher Lüftung)
Konvektionsschäden (Wasserschäden aufgrund Luftundichtigkeiten z.B. an Dächern)
Neubaufeuchte (zu hohe Restfeuchte – kann sich bis zu 3 Jahren auswirken)
Falsche Innendämmung (Dämmtapeten, falsche Materialwahl bei Innendämmungen)
Nutzung, Möblierung, Nichtnutzung (Heiz- und Lüftungsverhalten, Möblierung in Altbauten)

Aus der Liste der möglichen Schimmelpilz-Ursachen ist bereits ersichtlich, dass es für die Schimmelpilzproblematik keine Patentlösungen gibt. Vielmehr sind die Ursachen zumeist multikausal und für jedes Objekt neu zu ermitteln. Alle zuvor genannten Schimmelpilzbefall-Ursachen haben jedoch einen bauphysikalischen Hintergrund, sodass die komplexen Schadensbilder nur von Fachleuten mit einem besonderen bauphysikalischen Sachverstand analysiert werden können.

Da das vermehrte Auftreten von Schimmelpilzfällen im zeitgleichen Zusammenhang mit einer permanenten Verschärfung des Dämmstandards stand, hat sich das Gerücht breit gemacht, dass eine effiziente Wärmedämmung zu Schimmelpilzschäden führt. Diese Annahme ist aus bauphysikalischer Sicht falsch – vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Da warme Luft wesentlich mehr Feuchte aufnehmen kann als kalte, steht Feuchtigkeit im direkten Zusammenhang mit der Temperatur („relative Luftfeuchte“). Nicht gedämmte Außenbauteile weisen zwangsläufig an der inneren Oberfläche geringe Temperaturen auf, sodass es bereits bei kleinen „Lüftungsfehlern“ (Raumluftfeuchten über 50%) zu einem Schimmelbefall kommen kann. Wärmegedämmte Gebäude sind aufgrund der hohen Oberflächentemperaturen „fehlerverzeihende Systeme“. Allerdings müssen bei der Planung der Wärmedämmmaßnahme insbesondere die Wärmebrücken eines Gebäudes vermieden bzw. entschärft werden. Nach neusten Untersuchung treten 85% aller Schimmelpilzfälle an Wärmebrücken (z. B. Außenwandecken, Deckenanschlüssen und Fensterleibungen) auf.

Die Ursachenforschung bei Schimmelpilzproblemen folgt dem Motto „ Bauen ist der ewige Kampf gegen das Wasser“. Insbesondere bei mietrechtlichen Auseinandersetzungen ist ein möglicher zusätzlicher Wassereintrag aus der Fassade, dem erdberührtem Kellermauerwerk sowie aus defekten Abdichtungen und Fugen zu überprüfen. Gleiches gilt für Leckagen in Ab- und Frischwasserrohren, da sämtliche genannte Beispiele zu einer schimmelpilzursächlichen erhöhten Bauteilfeuchte führen können. Ein regelmäßiges Problem stellt ein unzureichender Wärmeschutz der Gebäudehülle dar, insbesondere wenn durch den Einbau von modernen hoch-wärmedämmenden und dicht schließenden Fenstern in das funktionierende System eingegriffen wurde. In diesem Fall kommt es zu einer Kondensat(Tauwasser)-Verschiebung auf die Außenwände, da diese nunmehr das kälteste Bauteil im Raum bilden. Die Folge kann ein Schimmelpilzbefall an den Wärmebrücken der Außenwände sein.

Für die Analyse eines Schimmelpilzbefalls bedarf es aufgrund der Komplexität besonders geschulter Fachleute (z.B. Sachverständige für Schäden an Gebäuden), die sämtliche in Frage kommenden Eintragsfaktoren überprüfen und bewerten können. Nur durch eine umfassende Analyse kann ein Schimmelpilzbefall langfristig unterbunden werden.

Der Nutzer kann durch verschiedenes Fehlverhalten eine Schimmelpilzbildung begünstigen. Hierzu zählen:


ungenügende Beheizung (dauerhaft 20°C in der Heizperiode erforderlich)
Nicht-Beheizung einzelner Räume (z. B. Schlafzimmer) sowie
ungenügendes Lüftungsverhalten.

Zur Lüftung ist allerdings anzumerken, dass aufgrund der kürzlich geänderten Lüftungsnorm DIN 1946-6 die Einhaltung der Mindestlüftung bei Neubauten und nach Sanierungen in den Verantwortungsbereich des Vermieters bzw. Planers fällt. Insbesondere bei mietrechtlichen Streitigkeiten ist der nutzerbedingte Einfluss durch bauphysikalische Messungen und Berechnungen zu überprüfen und zu bewerten.

Die Ursachen für Schimmelpilz sind also sehr vielfältig und letztlich können sie nur von einem geprüften Sachverständigen für Feuchteschäden und Schimmelpilz diagnostiziert werden.



Schimmelpilze können unterschiedliche gesundheitliche Auswirkungen haben:


Allergische Reaktionen: Die allergene Wirkung, hauptsächlich die der Schimmelpilzsporen in der Raumluft, kann als gesichert angenommen werden. Bei langandauernder und sehr hoher Sporenkonzentration können daher auch gesunde Menschen eine Allergie bekommen. Einige Schimmelpilzarten bilden Mykotoxine (Pilzgifte) und gelten deswegen als kritisch.
Toxische Wirkungen: Die Toxizität (giftige Wirkung) dieser Schimmelpilzspezies gilt zwar als belegt, jedoch können bisher kaum verbindlichen Aussagen zu möglichen Grenzwerten und einer gesundheitlichen Beeinträchtigung gemacht werden. Sofern diese Spezies in einem Raum gefunden werden, sollten jedoch zur Sicherheit zusätzliche Schutzmaßnahmen beachtet werden.
Infektionen: Infektiöse Erkrankungen kommen im Zusammenhang mit Schimmelpilzen selten vor; nach dem derzeitigen Kenntnisstand hauptsächlich in Verbindung mit einer Abwehrschwäche des Immunsystems. Da alle möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen stark von der persönlichen Konstitution abhängig sind, können genauere Aussagen hierzu nur von dem behandelnden Hausarzt bzw. von einem Allergologen gemacht werden.

Schimmelpilze und Gesundheit ist ein aktuelles und ernst zu nehmendes Thema: Schimmelpilze finden sich häufig im Zusammenhang mit Milben und Mikroorganismen, die ebenfalls die Gesundheit beeinträchtigen können. Schimmelpilzsporen sind, ähnlich wie Asbeststäube, lungengängig, d.h. dass sie aufgrund ihrer geringen Größe die körpereigenen „Filtersysteme“ überwinden und über die Lunge in den Blutkreislauf gelangen können. Die gesundheitlichen Auswirkungen eines Schimmelpilzbefalls sind abhängig von der Konstitution bzw. Vorschädigung der Bewohner sowie der Höhe und Dauer der Schimmelpilzsporenexposition.


Gesunde Menschen: Bei langem, wiederholten Aufenthalt in einem Raum mit sehr hoher Sporenkonzentration kann es zu allergischen Reaktion und Erkrankungen kommen.
Allergiker: Eine Schimmelpilzallergie kann durch eine Sporenexposition verstärkt werden bzw. es können neue Allergien hinzutreten. Durch die bereits vorhandene Irritation des Immunsystems sind Allergiker stärker gefährdet als gesunde Menschen.
Kinder und ältere Personen: Bei Kleinkindern ist das Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet, bei älteren Personen ist es häufig bereits geschwächt. Diesen Personengruppen sind daher ebenfalls stärker gefährdet.
Latent bzw. chronisch Abwehrschwache: Schimmelpilzsporen können aufgrund ihrer geringen Größe die Filterorgane der Lunge überwinden und in den Blutkreislauf eindringen. Normalerweise werden die Sporen hier vom Immunsystem eliminiert. Bei stark abwehrgeschwächten Personen ist dieser körpereigene Schutzmechanismus geschwächt bzw. fehlt vollständig, sodass hier zu einer besonderen Vorsicht geraten ist.

Ob und in wieweit eine Person von einem vorhanden Schimmelpilzbefall geschädigt wird, ist stark abhängig von der spezifischen Konstitution. Nähere Aussagen zu einer gesundheitlichen Gefährdung kann daher nur ein medizinisches Gutachten auf Grundlage der festgestellten Schimmelpilzexposition (Laborbericht) sowie der persönlichen Krankengeschichte liefern. Konkrete Aussagen zu einer gesundheitlichen Gefährdung fallen daher regelmäßig nicht in den Aufgabenbereich von bautechnisch orientierten Sachverständigen. Allerdings sind die hier durchgeführten Raumluftmessungen und Materialanalysen die unverzichtbare Grundlage für ein medizinisches Gutachten.

Das Thema 'Schimmelpilz und Gesundheit' ist ein sehr Ernstzunehmendes in der heutigen Zeit.



„Zu den Schimmelpilzen werden Pilze gerechnet, die typische Pilzfäden und Sporen ausbilden. Schimmelpilze benötigen zum Wachsen viel Feuchtigkeit. Ursachen erhöhter Feuchte innerhalb von Gebäuden können zum Beispiel sein: Direkter Eintrag von Feuchtigkeit über defekte Dächer, Risse im Mauerwerk, ungenügendes Austrocknen nach Baumaßnahmen sowie Wassereintritt infolge Rohrbrüchen etc..“

Eine weitere Ursache besteht in der unzureichenden Abfuhr erhöhter Raumluftfeuchte durch unsachgemäßes Heizen und Lüften, Kondensation der Luftfeuchte im Bereich von „kalten“ Wänden, die beispielsweise durch Wärmebrücken oder bei unzureichender Wärmedämmung entsteht.

Schimmelpilze entwickeln sich oft im Verborgenen. Erster Hinweis sind ein modriger, muffiger Geruch oder dunkle Flecken an Wänden, Decken oder Mobiliar. Rascher Handlungsbedarf besteht bei oberflächlich bereits mit bloßem Auge deutlich erkennbarem Schimmelbefall. Vor der Sanierung des Schimmelpilzbefalls müssen die Ursachen für das Schimmelpilzwachstum, insbesondere die eines erhöhten Feuchteeintritts geklärt und abgestellt werden.

Von Schimmelpilzen kann eine Gesundheitsgefahr ausgehen insbesondere, wenn die Sporen in großer Zahl eingeatmet werden. Grundsätzlich sind alle Schimmelpilze in der Lage, allergische Reaktionen wie Schleimhautreizungen, Husten, Kopfweh oder Müdigkeit auszulösen. Asthmaanfälle sind bei vorgeschädigten oder besonders empfindlichen Personen ebenfalls möglich.“

(Quelle Umweltbundesamt)



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